Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen haben jene aufgrund von Rückenleiden überholt. Darüber und auch über die Hintergründe für diesen Trend berichtete kürzlich der MDR, und zwar hier: Warum Psyche das neue „Rücken“ ist und wie wir uns schützen können
Eine Grundbedingung muss beachtet werden, nämlich dass dasjenige, was schließlich getan wird, im Einklang mit dem emotionalen Erfahrungsgedächtnis steht. Dies ist der Grund dafür, dass diese Instanz das erste und das letzte Wort hat. Wir müssen nämlich mit unseren Handlungsentscheidungen leben können. Was wir tun, muss im Lichte unserer bewussten und insbesondere unbewussten Lebenserfahrung plausibel und gerechtfertigt erscheinen. Dies entspricht der Übereinstimmung unbewusster Motive und bewusster Ziele. Können wir dies auf Dauer nicht, so werden wir psychisch krank.
Roth, Gerhard: Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern. Stuttgart, 2011.
Tabus zu brechen, bedeutet, darüber zu sprechen. Das gilt natürlich auch für unser Thema. Wer dabei mithelfen möchte und einen Weg sucht, sei auf das Projekt #mutmachleute von den Machern des Starks-Sture-Verlag hingewiesen. Es will Menschen dazu bewegen, psychische Krankheiten zu Entstigmatisieren und sucht dafür Menschen, die mitmachen.