New Work – Schöne neue Welt

Bartmann_Leben im Büro„Im Büro hat eine Revolution stattgefunden, nämlich die Revolution des Managerismus. Wo einmal Büro war, ist jetzt Office – wir befinden uns im Zeitalter der zweiten, der neuen Bürokratie. Office, so nennen wir die große Koalition aus Computersoftware, Betriebswirtschaftslehre und positiver Psychologie, die uns jetzt regiert – oder mit der wir uns selbst regieren.“

Christoph Bartmann
Leiter Goethe-Institut New York

 

Christoph Bartman
Leben im Büro. Die schöne neue Welt der Angestellten
München (Hanser), 2012

Was ist Erfolg? Mini-Serie auf Teamworkblog.de

Hier ein Lesetipp zum Thema „Was ist Erfolg?“ Diesmal ist es ein Hinweis, ein bisschen auch in eigener Sache: Zwei Posts, die kürzlich auf dem Teamworkblog veröffentlicht wurden. Thema: Erfolg. Das hat schon viel auch mit uns Leistungswilligen und Erfolgssuchern zu tun, nicht wahr? 🙂

Würde mich freuen, wenn Euch die Texte zusagen.
Beste Grüße, E.

Reichen 100 statt 150 Prozent? Die Warteschlangen-Formel

Wir sprachen darüber, ob 100% nicht auch manchmal reichen, statt der 150%, die wir oft zu geben bereit sind.

Gunter Dueck, ehemaliger IBM Querdenker, sagt dazu, dass jede individuelle und organisatorische Auslastung über 85% zwangsläufig zu Stress, Chaos und Stillstand führt. Und er belegt es sehr kurzweilig, sympathisch und – ganz in seinem Metier – mathematisch. Man kann das nämlich per Formel nachweisen. Anhand eines mathematischen Warteschlangen-Models, das seit Jahrzehnten bekannt ist.

rp15Vortrag auf der re:publica15: Schwarmdummheit!. Dauert 30 Minuten und ist wirklich sehenswert!

Dueck_SchwarmdummWer es genauer wissen will, der kann in Gunter Duecks wirklich lesenswertes Buch einsteigen: So blöd sind wir nur gemeinsam. Ich fand’s echt toll!

Als Anregung.

 

Fehlendes Vertrauen in Institutionen

Ethan Zuckerman schreibt in seinem sehr interessanten und lesenswerten Gastbeitrag  in der Süddeutschen Zeitung darüber, dass weltweit immer mehr Menschen Vertrauen in etablierte, aber korrupte oder zwanghafte Institutionen des öffentlichen Lebens verlieren: Staaten, Regierungen, Behörden, Banken, Polizei, Global Players aller Arten etc. Die Folge: Sehr geräuschlos zwar, aber meist überaus aktiv und vielfältig richten diese Menschen ihr Leben so aus, dass sie möglichst ohne diese Institutionen leben.

Für mich ist hier die Parallele zu unserem Thema: Wenden sich nicht auch viele von uns im Zuge ihrer Krisenbewältigung von jenen Systemen und Institutionen ab, von denen wir vermuten, dass sie uns krank gemacht haben? Eine warme Lektüreempfehlung als Gedankenanregung!

Muss ich schuften, bis ich umfalle?

Spiegel OnlineSoeben bin ich über einen sehr umstrittenen Artikel im Spiegel gestoßen: „Alle schuften bei uns bis zum Umfallen. Muss ich mitmachen?„.
Die zahlreichen Kommentare sind teilweise ziemlich bedrückend.
Danke und Grüße,
F.


Hallo F.,

vielen Dank für den Hinweis! Die vielen Kommentare sind ja echt sehr interessant und scheinen absolut den Nerv der Zeit zu treffen…

Auch wenn die Kommentare bedrückend sind, so sollen sie uns doch etwas aufzeigen: Man muss sich immer gut um sich selbst kümmern, eigene Entscheidungen treffen und ein gesundes Mittelmaß für sich finden. Kein Leben im Außen, sondern ein Leben im Innen… Das ist jedenfalls meine Meinung.

LG!

Schlecht drauf? Ganz normal. Hierzulande.

br2 RadiowissenFür alle, die häufiger das „graue Gefühl“ beschleicht und die sich gelegentlich die Frage stellen, warum das eigentlich so ist: Tröstet Euch: Das ist ganz normal – gerade bei uns Deutschen!

Warum? Das erfahrt Ihr im philosophischen und kulturhistorischen BR2-Podcast:  „Unfähig zu genießen? – Die Deutschen und die Lebensfreude.„

Ein sehr hörenswerter und deshalb wärmstens empfohlener Beitrag von Michael Conradt!

Wir sind „in“: Burnout als Modeerscheinung?

WirtschaftswocheHallo Zusammen! Ein Hinweis erreicht uns aus unseren Reihen: Der neue BKK Gesundheitsatlas ist erschienen. Darin werden natürlich auch neue Statistiken zur Diagnose von Depression und Burnout veröffentlicht.

Die Wirtschaftswoche bringt dazu einen interessanten Beitrag, der die Thematik aufgreift, ob Burnout und Depression Modeerscheinungen sind. Im Artikel findet sich eine aus meiner Sicht verwegene Aussage von Frank Jacobi, seines Zeichens offenbar Professor an der Psychologischen Hochschule Berlin. Er warnt offenbar davor, dass ein „Trend zu Krankschreibungen aufgrund psychischer Probleme dazu führen könnte, dass sich Menschen zu schnell (sic!) als behandlungsbedürftig erleben und auch bei normalen, vorübergehenden psychischen Belastungen das Hilfesystem aufsuchen.“

Hm… Ein – äh – beachtliches Statement eines Fachmannes. Glücklicherweise bleibt es im Artikel nicht unwidersprochen. Ich kann mich täuschen, aber mein Gefühl sagt mir, dass sich einige von uns heute glücklich schätzen würden, wenn sie früher das „Hilfesystem“ aufgesucht hätten. Nicht wahr?

Zeit.de: Tod eines Managers

Liebe Leute, am Wochenende bin ich über den Artikel „Tod eines Managers“ in der Online-Ausgabe in der Zeit gestolpert. Es geht darin um den Selbstmord des Siemens-Topmanagers Hein-Joachim Neubürgers. Und es geht um Leistung, Idealismus, Suizidalität in unserer Gesellschaft und in unserem Wirtschaftsleben. Der Text hat mich sehr berührt. Vielleicht möchte der eine oder andere von Euch hineinlesen.