Vorträge abrufbar: Not just sad!
Die Evangelischen Akademie Tutzing veröffentlicht auf ihrer Website die Vorträge der Konferenz „Not just sad!“, die Anfang des Jahres das Thema Depression aufgegriffen und sehr viel Resonanz hervorgerufen hatte.
Die Evangelischen Akademie Tutzing veröffentlicht auf ihrer Website die Vorträge der Konferenz „Not just sad!“, die Anfang des Jahres das Thema Depression aufgegriffen und sehr viel Resonanz hervorgerufen hatte.
„Jede Therapeutin/jeder Therapeut wird mir zustimmen, dass ein Arbeitsbündnis grundlegend wichtig ist. Dennoch fällt mir immer wieder in Supervisionen auf, wie selten das Arbeitsbündnis expressis verbis geklärt wird.
Ich verstehe darunter, dass ein/e PatientIn informiert ist über das therapeutische Vorgehen und dass sie/er diesem zugestimmt hat. Außerdem sollten einigermaßen erreichbare Ziele erarbeitet werden. Und beide, TherapeutIn und PatientIn, sollten immer wieder gemeinsam überprüfen, welcher Schritt in der Behandlung, oder welche Schritte besonders wirksam im Erreichen dieser Ziele sind.“
Aus: Reddemann, Luise: Imagination als heilsame Kraft. Zur Behandlung von Traumafolgen mit ressourcenorientierten Verfahren. Stuttgart, 2002.
„Unternehmen in der Beschleunigungsfalle überlasten ihre Mitarbeiter mit einem Zuviel an Aufgaben und Veränderung, für die nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, verlieren den Fokus durch fehlende Priorisierung und bewegen sich permanent an der Leistungsgrenze ohne Aussicht auf Regeneration.“
H. Bruch & S. Kowalewski, Top-Job Trendstudie 2012
„‚Na gut, Morgan, ich hab’s verstanden. Meine Weltsicht steht Kopf. Was mache ich denn jetzt? Was machen wir alle jetzt?'“ Ich werde nie vergessen, was er geantwortet hat. Der stärkste und klügste Mann, den ich kenne, sah mir ins Gesicht und sagte: ‚Ich habe keine Ahnung, mein Junge.“‚
Aus: Shadyac, Tom: Leben. Eine Gebrauchsanweisung. München, 2016
Was rettet den Menschen? Einen Schritt zu tun. Und dann noch einen.
Antoine de Saint-Exupéry
FURCHT: Was ist denn die Wurzel? Und was bezeichnest du als echte Revolution?
WAHRHEIT: In vierundzwanzig Stunden dreht sich die Erde einmal vollständig um sich selbst. Und genau das brauchen wir. Wir müssen die Dinge komplett auf den Kopf stellen.
Aus: Tom Shadyac: Leben. Eine Gebrauchsanweisung. München, 2016
Willst du ein echter Wahrheitssuchender sein, musst du zumindest einmal im Leben alle Dinge so weit wie möglich anzweifeln.
René Desccartes
Auch weil ich davon überzeugt bin, dass Extremismus in jedem Fall ein Irrtum ist, weißt du? Denk doch mal an die Unbeugsamkeit des Asketen. Sie ist ein Fehler. Der richtige Weg ist stets der Mittelweg. In zügelloser Askese zu leben, ist unmöglich. Dazu gibt es eine schöne Geschichte von Buddha. Da er seinen Körper als schwere Bürde und Konditionierung empfand, beschloss er, sich noch zu Lebzeiten von ihm zu lösen. Der Legende nach lebte er sieben Jahre lang im Wald und aß jeden Tag nichts als ein Reiskorn. Im Museum von Lahore steht eine Statue aus der Zeit von Gandhara, die einen ganz ausgemergelten Buddha darstellt. Jede Rippe, jede Ader ist zu sehen. Doch schließlich wurde ihm klar, dass er es zu weit getrieben hatte. Auf dem Weg zur Befreiung war ihm ausgerechnet sein ausgezehrter Körper zum Hindernis geworden. Was tat er also? Er setzte sich in Bewegung, begegnete einer jungen Frau, die ihm die erste Schale Milch anbot, und begann wieder zu essen.
Der Mittelweg, immer. Zwischen Askese und Hedonismus gibt es immer den mittleren Weg. Man darf weder vom Genuss abhängen, noch sklavisch eine Idee von Größe verfolgen, die durch Askese zu erreichen wäre.
Tiziano Terzani: Das Ende ist mein Anfang. München, 2007
WAHRHEIT: Und warum kann man nicht ohne Sorgen an morgen denken?
FURCHT: Wenn sich die Menschen nicht sorgen, werden sie faul. Aber mit einer ordentlichen Portion Furcht, einer ordentlichen Portion von mir, wachen sie auf.
WAHRHEIT: Sich sorgen hat nichts mit Aufwachen zu tun. Es bewirkt nichts, das irgendeinen Wert hätte. Es stimmt, eine ganze Industrie hat sich auf der Grundlage von Sorge und Furcht entwickelt: Autoversicherungen, Krankenversicherungen, Lebensversicherungen. Aber begreifst du nicht, worauf das hinausläuft? Man macht sich krank, um sich abzusichern für den Fall, dass man krank wird. Du willst kontrollieren, was nicht kontrolliert werden kann, Furcht.
Aus: Tom Shadyac: Leben. Eine Gebrauchsanweisung. München, 2016
Well John Henry was a little baby
Sittin‘ on his daddy’s knee
He picked up a hammer and
a little piece of steel
And cried, „Hammer’s gonna
be death of me, Lord, Lord
Tiziano: […] Wer ein Problem hat, hält nur allzu selten inne, um in der Stille auf die Stimme seines Herzens zu horchen. Die meisten stürzen sich in die Menge, gehen ins Kino oder suchen sich ein Abenteuer, um sich zu betäuben, um zu vergessen. Statt einfach mal einzuhalten. Bis plötzlich der Tag kommt, der Tag…
Saskia: Ja, bis irgendwann die große Erschütterung kommt.
Tiziano: Früher oder später kommt sie irgendwie hoch. Und dann bist du ihr nicht gewachsen, hast kein passendes Werkzeug, hast dich nicht vorbereitet. Also – wenn du ein Problem hast, halte ein. Horch in dich hinein und versuche die Antwort in dir selbst zu finden. Denn es gibt sie. Tief in deinem Inneren gibt es etwas, was dich hält, was dir hilft. Eine Stimme. Hör ihr zu. […] Das ist meine… ich will nicht sagen Hoffnung, nein, es ist meine tiefe Überzeugung, dass es so ist.
Tiziano Terzani: Das Ende ist mein Anfang. München, 2007
Hier der Hinweis auf einen lesenswerten Überblicks-Beitrag zu unserem Thema auf der auch sonst sehr informativen Website „Zeitblüten„. Vor allem das Interview mit Sascha Dengel, einem selbst von Burnout Betroffenen, könnte für alle lesenswert sein, die sich über Burnout allgemein informieren möchten:
Burnout – Erfahrungsberichte & Hilfe: „Der dritte Burnout war mein Wendepunkt.“
Vorneweg: Das ist natürlich kein Aprilscherz: Auf einen interessanten Blogpost machte mich kürzlich ein Freund aufmerksam. Der Beitrag „Der Projektmanager, idealer Burnout-Kandidat?“ beleuchtet die Frage, inwiefern Projektmanager (vielleicht sogar alle Sandwichpositionen?) besonders Burnout-gefährdert sind.
Im Post wird eine ebenfalls beachtenswerte Studie genannt, die das Centrum für Disease Management an der Technischen Universität München initiiert und durchgeführt hat. Die Ergbnisse der Studie sind hier rechts unten bei „Download“ abrufbar.
Wie geht man damit um, wenn man Dinge nicht schafft, die man eigentlich erledigen will? Wie oft hören wir von Chefs oder Mitarbeitern, dass wir persönlich das Problem sind!
Hier ein E-Mail-Dialog aus der Redaktion des Teamwork-Blogs.
„So, rumble, young musicians, rumble. Open your ears and open your hearts. Don’t take yourself too seriously, and take yourself as seriously as death itself. Don’t worry. Worry your ass off. Have ironclad confidence, but doubt — it keeps you awake and alert. Believe you are the baddest ass in town, and, you suck!
It keeps you honest. It keeps you honest. Be able to keep two completely contradictory ideas alive and well inside of your heart and head at all times. If it doesn’t drive you crazy, it will make you strong. Stay hard, stay hungry and stay alive. When you walk onstage on tonight to bring the noise, treat it like it’s all we have.“
Bruce Springsteen, Keynote Speech SXSW, 2012