Posts by: Edgar

BR2 radioWissen: Seit wann wir für die Arbeit brennen

„Zu einer kompetenten Arbeitskraft und zu einem kompetenten Arbeitnehmer gehört es auch, sich so Grenzen setzen zu können, dass die Leistungsfähigkeit auf Dauer erhalten bleibt.“

„Nur wer einmal gebrannt hat, kann auch ausbrennen.“ Ein Satz, der manchem von uns sehr bekannt vorkommt. Ebenso wie die Frage: Wieso bin ich für die Arbeit so sehr über meine Grenzen gegangen? Wer wissen will, wie es dazu kam und im breiten Stile immer noch kommt, und wer erfahren möchte, dass dies kein modernes Phänomen ist, von dem nur Einzelne betroffen sind, sondern im Gegenteil ein schon relativ lange sehr bewusst gesteuertes ist, der höre diesen sehr erhellenden, wärmstens empfohlenen BR2-Podcast: „Seit wann wir für Arbeit brennen.„

„Zu einer kompetenten Arbeitskraft und zu einem kompetenten Arbeitnehmer gehört es auch, sich so Grenzen setzen zu können, dass die Leistungsfähigkeit auf Dauer erhalten bleibt.“

Pep-Songs #11: Tim Bendzko – Keine Maschine

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https://www.youtube.com/watch?v=u5Vz7obL460

Einfach so weitermachen ist keine Option
Ich muss hier ausbrechen – wenn du das hier liest, bin ich schon auf und davon
Ich will mein Leben selbst gestalten, muss es wenigstens probieren
Ich brauche die Kontrolle zurück, kann nicht mehr nur funktionieren

Ich bin doch keine Maschine!
Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut
Und ich will leben, bis zum letzten Atemzug
Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern
Meiner Wut und der Euphorie
Bin keine Maschine,
ich leb‘ von Luft und Fantasie

Lebenshilfe: Maß halten heißt…

„Der Lebensstil des Menschen ist wesentlich geprägt von Grundhaltungen – negativ von Lastern, positiv von Tugenden. Laster sind zerstörerische Gewohnheiten; Tugenden fördern das Leben. Die Tradition der Kirche nennt drei göttliche Tugenden und vier Kardinaltugenden.

Die drei göttlichen Tugenden sind Glaube, Hoffnung und Liebe […]. Sie sind Gaben des dreieinigen Gottes und gründen in der Beziehung zu ihm. Sie befähigen den Menschen, mit Gott zu leben. Sie entfalten sich im Handeln des Menschen und in seinen Gewohnheiten. Glaube gibt dem Menschen die Sicherheit, dass er von Gott gehalten ist. Hoffnung eröffnet eine Perspektive für die Zukunft, auch über den Tod hinaus. Liebe richtet das Denken und Handeln auf Gott und jede Kreatur aus. So kann Leben gelingen. Bildlich werden die göttlichen Tugenden durch Kreuz, Anker und Herz dargestellt.

Aus der Vielzahl der menschlichen Tugenden ragen vier besonders heraus, die man Kardinaltugenden (lat.: ‚cardo‘ = Angelpunkt) nennt. Diese sind: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maß.

Klugheit meint die Anwendung von Wissen und die Wahl von Mitteln, um in einer konkreten Situation zu handeln.
Gerechtigkeit ist die Tugend, Gott und dem Menschen zu geben, was ihnen gebührt. Sie lehrt, die Rechte eines jeden zu achten und das Gemeinwohl zu fördern.
Tapferkeit ist die Fähigkeit, in Krisen und gegen Widerstände am Guten und an der Wahrheit festzuhalten.
Maß halten heißt, achtsam die Balance zwischen einem ‚zu viel‘ und einem ‚zu wenig‘ in allem Handeln zu suchen, damit es zum Guten führt. Die Mäßigung bewahrt vor Gier und Abhängigkeit, sie schenkt innere Freiheit und Besonnenheit.“

Aus: Gotteslob. Katholisches Gebet- und Gesangbuch. Ausg. f. d. Erzdiözese München und Freising. Hrsg. v.d. (Erz-)Bischöfen Deutschlands und Österreichs und dem Bischof von Bozen-Brixen. Stuttgart, 2013.

 

»Wem es zu viel wird, der soll gehen?« – Führungsstrukturen und organisatorischer Stress

Hier ein Hinweis auf einen Artikel von mir zum Thema, wie Führung, Organisation, Stress und Ausbrennen zusammenhängt: „»Wem es zu viel wird, der soll gehen?« – Führungsstrukturen und organisatorischer Stress„:

Wenn Teams in Stress geraten oder es gar zu Fällen von Burnout kommt, so ist dies nicht nur für die Betroffenen oder die Teams ein Problem: Die Leistung des gesamten Unternehmens steht auf dem Spiel – und zwar auf längere Sicht. Dabei sind Stress und Burnout keine Laune des Schicksals. Es ist ein hausgemachtes Problem. Verursacht durch die Unternehmensstrukturen und das Verhalten der Vorgesetzten.
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Hach ja… #57

Kein Gesetz verbietet den Egoismus.
Kein Gesetz verbietet die Verachtung.
Kein Gesetz verbietet den Hass.
Kein Gesetz verbietet  – so dumm ist es nun mal – die Bösartigkeit.

André Comte-Sponville: Kann Kapitalismus moralisch sein? Zürich, 2009