Der schwierige Weg vom Kopf in den Körper
„Wir reden und reden und halten diese rhetorischen Gebilde am Ende für unsere Überzeugungen – bis es ans Handeln geht.“
Peter Bieri
Philosoph
„Wir reden und reden und halten diese rhetorischen Gebilde am Ende für unsere Überzeugungen – bis es ans Handeln geht.“
Peter Bieri
Philosoph
Der interessanter Kommentar „Labor der Ausbeutung“ über Amazon berührt auch unser Thema. Sind die Zustände, wie sie über Amazon berichtet werden (siehe z.B. hier), wirklich ein allein amerikanisches Phänomen?
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Gesendet: Montag, 17. August 2015
An: ‚impressum@amazon.de‘; ‚jeff@amazon.com‘
Betreff: FarewellDear Sirs, dear Mr. Bezos,
for a very long time, I have been a very loyal customer with Amazon. As long, though, as you treat your staff and your suppliers as badly as reported, I won’t do business with you.
Dear Mr. Bezos, you say that the NYT article does not describe the Amazon you know. Please proof to me and the public that Amazon is better! If you do, I will be a very happy returning customer.
Kind regards,
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Bezos,
sehr lange bin ich treuer Kunde bei Amazon. Nun habe ich mich dazu entschlossen, so lange nicht mehr bei Ihnen zu kaufen, so lange Amazon Mitarbeiter, Dienstleister und Lieferanten so schlecht behandelt, wie es ja nicht erst seit dem kürzlich erschienenen NYT-Artikel bekannt ist.
Lieber Herr Bezos, wenn der Artikel nicht das Amazon beschreibt, das Sie kennen, beweisen Sie mir und dem Rest Ihrer Kundschaft bitte, dass Amazon besser ist. Gerne werde ich dann wieder bei Amazon einkaufen.
Mit freundlichen Grüßen,
„Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“
Max Frisch
„Der Sinn der Arbeit bzw. des Lebenserhaltes besteht darin, das Leben zu erhalten – mein Leben, das Leben der meinigen, das Leben der anderen, das Leben aller.“
Franz-Johannes Litsch
Diesen Artikel in der Online-Ausgabe der ZEIT wolte ich Euch nicht vorenthalten. Als Anregung: http://www.zeit.de/karriere/2015-07/faulheit-recht-leistungszwang.
„Im Büro hat eine Revolution stattgefunden, nämlich die Revolution des Managerismus. Wo einmal Büro war, ist jetzt Office – wir befinden uns im Zeitalter der zweiten, der neuen Bürokratie. Office, so nennen wir die große Koalition aus Computersoftware, Betriebswirtschaftslehre und positiver Psychologie, die uns jetzt regiert – oder mit der wir uns selbst regieren.“
Christoph Bartmann
Leiter Goethe-Institut New York
Christoph Bartman
Leben im Büro. Die schöne neue Welt der Angestellten
München (Hanser), 2012
„Ohne mich wäre das Leben ganz einfach.“
Ayya Khema
Buddhistische Ordensgründerin
„Nur wo es Reibung gibt, kann Glanz entstehen!“
Frank Berzbach
Die Kunst, ein kratives Leben zu führen. Anleitung zu Achtsamkeit
„Wie sonderbar ist es, dass dem Menschen nicht allein so manches Unmögliche, sondern auch so manches Mögliche versagt ist.“
Johann Wolfgang Goethe,
in Wilhelm Meisters Lehrjahre
Hier ein Lesetipp zum Thema „Was ist Erfolg?“ Diesmal ist es ein Hinweis, ein bisschen auch in eigener Sache: Zwei Posts, die kürzlich auf dem Teamworkblog veröffentlicht wurden. Thema: Erfolg. Das hat schon viel auch mit uns Leistungswilligen und Erfolgssuchern zu tun, nicht wahr? 🙂
Würde mich freuen, wenn Euch die Texte zusagen.
Beste Grüße, E.
Wir sprachen darüber, ob 100% nicht auch manchmal reichen, statt der 150%, die wir oft zu geben bereit sind.
Gunter Dueck, ehemaliger IBM Querdenker, sagt dazu, dass jede individuelle und organisatorische Auslastung über 85% zwangsläufig zu Stress, Chaos und Stillstand führt. Und er belegt es sehr kurzweilig, sympathisch und – ganz in seinem Metier – mathematisch. Man kann das nämlich per Formel nachweisen. Anhand eines mathematischen Warteschlangen-Models, das seit Jahrzehnten bekannt ist.
Vortrag auf der re:publica15: Schwarmdummheit!. Dauert 30 Minuten und ist wirklich sehenswert!
Wer es genauer wissen will, der kann in Gunter Duecks wirklich lesenswertes Buch einsteigen: So blöd sind wir nur gemeinsam. Ich fand’s echt toll!
Als Anregung.
Ethan Zuckerman schreibt in seinem sehr interessanten und lesenswerten Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung darüber, dass weltweit immer mehr Menschen Vertrauen in etablierte, aber korrupte oder zwanghafte Institutionen des öffentlichen Lebens verlieren: Staaten, Regierungen, Behörden, Banken, Polizei, Global Players aller Arten etc. Die Folge: Sehr geräuschlos zwar, aber meist überaus aktiv und vielfältig richten diese Menschen ihr Leben so aus, dass sie möglichst ohne diese Institutionen leben.
Für mich ist hier die Parallele zu unserem Thema: Wenden sich nicht auch viele von uns im Zuge ihrer Krisenbewältigung von jenen Systemen und Institutionen ab, von denen wir vermuten, dass sie uns krank gemacht haben? Eine warme Lektüreempfehlung als Gedankenanregung!
Soeben bin ich über einen sehr umstrittenen Artikel im Spiegel gestoßen: „Alle schuften bei uns bis zum Umfallen. Muss ich mitmachen?„.
Die zahlreichen Kommentare sind teilweise ziemlich bedrückend.
Danke und Grüße,
F.
Hallo F.,
vielen Dank für den Hinweis! Die vielen Kommentare sind ja echt sehr interessant und scheinen absolut den Nerv der Zeit zu treffen…
Auch wenn die Kommentare bedrückend sind, so sollen sie uns doch etwas aufzeigen: Man muss sich immer gut um sich selbst kümmern, eigene Entscheidungen treffen und ein gesundes Mittelmaß für sich finden. Kein Leben im Außen, sondern ein Leben im Innen… Das ist jedenfalls meine Meinung.
LG!
Hier ein sehr lesenswerter Artikel in der Online-Ausgabe der WELT über das Phänomen Stress und wie es dazu kommt, dass so viele nicht (mehr) entspannen können. Vielen Dank für den Hinweis, lieber F.!